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Lombok: Liebe auf den ersten Blick, 27.02.2019

Lombok: Liebe auf den ersten Blick, 27.02.2019

Eine Reise ins Ungewisse mit vielen positiven Überraschungen.

Der Winter in der Schweiz bringt Kälte, Nässe, wenig Tageslicht und sehr limitierte Möglichkeiten, draussen in der Natur Sport zu treiben. Mit anderen Worten: Es ist die beste Zeit, in wärmeren Regionen der Welt surfen zu gehen. Die letzten zwei Jahre zog es mich nach Bali. Die angeblich paradiesische Insel im Indischen Ozean hat jedoch viel von ihrem Charme eingebüsst. Die Gründe, weshalb ich nicht mehr nach Bali gehen will, habe ich letztes Jahr auf meinem Blog beschrieben.

Von einigen Kollegen bekam ich den Tipp, Lombok als neue Surf-Destination in Betracht zu ziehen. Lombok befindet sich nur wenige Kilometer östlich von Bali, soll aber weniger vom Tourismus überrannt und viel ursprünglicher, ruhiger, entspannter und naturbelassener sein. Also schrieb ich fast alle bekannten Surfcamps in Lombok für eine Offerte an. Die einen zeigten sich eher unfähig, Geschäfte zu machen. Ein Camp war dafür umso fähiger, machte mir ein interessantes Angebot und somit wurde mein Lombok-Surfurlaub zur Tatsache.

Bei der Reise an einen unbekannten Ort kommen im Vorfeld immer einige Fragen auf, insbesondere wenn es sich um ein Entwicklungsland handelt. Wie gut ist die Infrastruktur? Wie steht es um die Gesundheitsversorgung? Ist Kriminalität und korrupte Polizei ein Thema? Kann die Unterkunft das halten, was auf den Bildern versprochen wird? Wie gut (und wie voll) sind die Surfspots? Ich ging letztendlich mit der Einstellung "Erwarte nichts, sei auf möglichst viel vorbereitet und rechne mit dem Schlimmsten" auf dieses Abenteuer zu. Schlimmer als Bali 2018 sollte es ja kaum werden...

Bereits der Flug von Zürich nach Singapur war ein Highlight. Dank viel Platz, guter Unterhaltung und leckerem Essen verging die Zeit schnell. Trotz zwölf Stunden Reisezeit kam ich entspannt in Südostasien an. Nicht einmal das während der Landung kotzende Kleinkind drei Reihen vor mir konnte mich aus der Ruhe bringen. Die weiteren gut zwei Flugstunden bis nach Lombok waren anschliessend reine Formsache.

Auf der Fahrt vom Flughafen zur Unterkunft fiel mir auf, wie gut der Verkehr im Vergleich zu Bali rollt. Im Städtchen meiner Unterkunft sah ich zahlreiche Restaurants, Supermärkte, Apotheken, Surfshops, Wäschereien und Massagesalons. Über fehlende Infrastruktur musste ich mir zweifellos keine Gedanken mehr machen. Auch die Unterkunft ist wunderschön, das Personal sehr freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend. Jackpot!

Nachdem ich mich eingerichtet und die Boards surfbereit gemacht hatte (keine Transportschäden, yay!), verwöhnte mich das campinterne Restaurant mit leckerem Essen. Ins Wasser schaffte ich es nicht mehr, dafür organisierte das Camp am Nachmittag einen sunset trip. Auf der Fahrt zum Aussichtspunkt lernte ich weitere Gäste kennen und auch menschlich stellte sich das Camp als Glücksgriff heraus. Der Sonnenuntergang war traumhaft und um es vorneweg zu nehmen: Am nächsten Morgen paddelten wir in ein leeres Lineup und hatten eine perfekte Welle 45 Minuten lang nur für uns drei.

Es brauchte weniger als 24 Stunden: Lombok, I love you!

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